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Funkel und Flimmer teilen die Wolke

Zwei kleine Sterne streiten um dieselbe Wolke, bis der Mond eine Idee hat. (3-7 Jahre, 2 Min.)

Am Nachthimmel wohnten zwei kleine Sterne, Funkel und Flimmer. Sie waren Schwestern, und meistens spielten sie schön miteinander. Sie machten Wettrennen über die Milchstraße, erzählten sich Geheimnisse und sangen leise Lieder.

An diesem Abend aber geschah etwas Ungewöhnliches. Eine ganz weiche, weiße Wolke schwebte vorbei. Sie war kuschelig wie ein Kissen und sah sehr gemütlich aus.

„Die ist meine!“, rief Funkel.

„Nein, meine!“, rief Flimmer.

Beide flogen los und wollten als Erste dort sein. Sie stießen zusammen, es funkte, und dann standen sie sich gegenüber, beide mit funkelnden, wütenden Zacken.

„Ich war zuerst da!“ – „Du hast gar nicht geguckt!“ – „Doch!“ – „Nein!“

Der Mond, der alles beobachtet hatte, kam langsam näher. „Meine Lieben“, sagte er sanft, „warum streitet ihr?“

„Wegen der Wolke“, murmelten beide.

„Ach so“, sagte der Mond. „Ihr wollt beide darauf liegen. Aber sagt mal, ist die Wolke nicht groß genug für zwei?“

Die Sterne schauten sich die Wolke an. Sie war wirklich groß. Viel größer, als sie gedacht hatten.

„Hm“, sagte Funkel. „Vielleicht schon.“

„Ich könnte auf der linken Seite sitzen“, schlug Flimmer vor.

„Und ich auf der rechten“, sagte Funkel.

So kuschelten sie sich an die weiche Wolke, jeder auf einer Seite. Und als die beiden Sterne leuchteten, leuchtete die Wolke von innen heraus, ganz warm und golden. Sie sah heller aus als je zuvor.

„Es ist viel schöner, wenn wir teilen“, flüsterte Flimmer.

„Ja“, sagte Funkel und nahm ihre Hand. „Zusammen leuchten wir noch heller.“