Muzi und der Reparaturroboter
Muzis Spielzeugroboter piept nicht mehr. Mit Neugier und Geduld findet sie den Fehler. (6-10 Jahre, 2 Min.)
Muzi hatte einen kleinen Roboter, den sie über alles liebte. Er konnte piepen, blinken und mit den Armen wackeln. Jeden Morgen begrüßte er sie mit einem fröhlichen „Piep-piep!“.
Doch eines Morgens blieb es still. Muzi drückte auf den Knopf. Nichts. Sie schüttelte den Roboter ein bisschen. Immer noch nichts. Seine Augen blieben dunkel.
Muzi war traurig. Aber dann holte sie tief Luft. „Vielleicht kann man das reparieren“, dachte sie. „Ich finde heraus, was los ist.“
Sie rief ihren Opa, der gut mit Werkzeug umgehen konnte. Gemeinsam breiteten sie ein Tuch auf dem Tisch aus. Der Opa schraubte vorsichtig das Gehäuse auf, und Muzi hielt die Taschenlampe.
„Sieh mal“, sagte der Opa. „Hier drin sitzen die Kabel, die dem Roboter Strom geben. Mal sehen, ob sich etwas gelöst hat.“
Muzi holte ihr Notizbuch und schrieb auf: „Schritt 1: Gehäuse öffnen. Alles sieht ordentlich aus.“
Dann untersuchte sie jedes Teil genau. Eine Schraube war locker. „Schritt 2: Schraube festziehen.“ Sie probierte es aus. Der Roboter rührte sich nicht.
„Das war es also nicht“, sagte Muzi. Aber sie gab nicht auf. Sie schaute noch einmal hin und entdeckte ein Kabel, das nicht richtig im Stecker saß. Sie steckte es fest. Klick!
Der Roboter blinkte auf. Seine Augen leuchteten blau. Dann sagte er: „Piep-piep!“
„Er funktioniert wieder!“, rief Muzi und hüpfte durchs Zimmer.
Der Opa lachte. „Das ist Wissenschaft, mein Schatz. Man probiert etwas aus, schaut genau hin und lernt aus jedem Versuch.“
Muzi nickte. Sie schrieb in ihr Notizbuch: „Auch ein Fehler kann der Anfang einer guten Idee sein.“