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Gemeinsame Zeit im vollen Alltag: Fünf kleine Inseln für Eltern und Kinder

Wie schaffen Sie echte Zeit mit Ihrem Kind, obwohl der Kalender voll ist? Kleine, feste Inseln im Alltag, ein Beispielsatz und ein ehrlicher Blick auf Ihre eigene Pause.

Gemeinsame Zeit mit Ihrem Kind entsteht im vollen Alltag nicht durch große Ausflüge, sondern durch kleine, verlässliche Inseln, die Sie fest einplanen. Zehn Minuten volle Aufmerksamkeit, an jedem Tag zur gleichen Zeit, bedeuten Kindern oft mehr als ein ganzer Nachmittag, bei dem nebenbei das Telefon läuft.

Viele Eltern tragen das Gefühl mit sich herum, zu wenig Zeit zu haben. Dieses Gefühl ist verbreitet und kein Zeichen dafür, dass Sie etwas falsch machen. Hilfreicher als Selbstvorwürfe ist ein Blick darauf, wo im Tag sich kleine Fenster öffnen lassen.

Fünf Inseln, die in fast jeden Tag passen

  • Die Ankommens-Zeit: Wenn Ihr Kind aus Kita oder Schule kommt, legen Sie zehn Minuten lang das Telefon weg. Eine Frage genügt: „Was war heute das Lustigste?“ Warten Sie auch auf kurze Antworten.
  • Das gemeinsame Essen: Eine Mahlzeit am Tag, an der alle am Tisch sitzen, ohne Bildschirm. Das muss nicht das Abendessen sein, auch das Frühstück zählt.
  • Der Weg: Der Weg zur Kita, zum Einkaufen oder zum Spielplatz ist Gesprächszeit. Spiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ brauchen keine Vorbereitung.
  • Die Zubettgeh-Zeit: Eine Geschichte, ein Lied oder ein ruhiges Gespräch im Dunkeln. Hörgeschichten finden Sie im Hörgeschichten. Besser noch ist, selbst vorzulesen.
  • Der Wochenendmoment: Eine Sache pro Woche, die Ihr Kind aussuchen darf, solange sie machbar ist. Das kann der Spaziergang zum Teich oder das gemeinsame Backen sein.

So führen Sie es ein

Erklären Sie es Ihrem Kind in einem Satz: „Jeden Tag nach dem Abendessen habe ich zehn Minuten nur für dich. Dann spielen wir, was du willst.“ Stellen Sie sich bei Bedarf einen Timer. Kinder erleben eine kurze, zugesagte Zeit als verlässlicher als ein „Gleich, ich muss nur noch kurz…“. Halten Sie sie ein, auch an schwierigen Tagen. Wenn es einmal nicht geht, sagen Sie es ehrlich und nennen Sie einen neuen Zeitpunkt.

Planen Sie Termine wie diese im Familienkalender, damit sie genauso verbindlich werden wie ein Arzttermin.

Auch Sie brauchen eine Pause

Der Titel meint nicht nur die Zeit mit Ihrem Kind. Wer ständig erschöpft ist, hat wenig Geduld. Suchen Sie sich einen kleinen Ausgleich, zum Beispiel einen Spaziergang allein, ein Telefonat mit einer Freundin oder Unterstützung durch Großeltern, Nachbarn oder andere Eltern. Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche.

Wann Sie Hilfe suchen sollten

Wenn Sie sich über längere Zeit dauerhaft überfordert, niedergeschlagen oder ausgebrannt fühlen, sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder einer Familien- oder Erziehungsberatungsstelle. Das ist ein guter und wichtiger Schritt, auch für Ihr Kind.