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Das verlorene Lächeln

Ela findet ihr Lächeln nicht mehr – bis sie jemandem eine kleine Freude macht. (3-6 Jahre, 2 Min.)

Als Ela eines Morgens aufwachte, fühlte sie sich komisch. Irgendetwas fehlte. Sie ging ins Badezimmer und schaute in den Spiegel. Und da merkte sie es: Ihr Lächeln war weg!

„Wo ist es nur?“, murmelte Ela. Sie sah unter ihrem Kopfkissen nach. Sie schaute in ihre Schultasche und in ihre Jackentaschen. Sie suchte sogar in ihren Hausschuhen. Aber das Lächeln war nirgends zu finden.

Traurig machte sie sich auf den Weg zur Schule. Sie ging langsam und ließ die Schultern hängen.

Auf dem Schulhof sah sie ihren Freund Paul. Er suchte gerade etwas auf dem Boden. „Mein Stift ist runtergefallen“, sagte er, „und ich sehe ihn nirgends.“

Ela schaute sich um. Und da lag er, direkt neben ihrem Fuß, halb unter einem Blatt. Sie hob ihn auf und gab ihn Paul.

„Danke, Ela!“, sagte Paul, und sein ganzes Gesicht begann zu strahlen. Er lächelte so breit, dass man seine Zahnlücke sah.

Und da passierte etwas Merkwürdiges. In Elas Bauch kribbelte ein winziger Funke. Er wurde größer und wärmer und stieg langsam nach oben, bis er an ihren Mundwinkeln ankam. Ela spürte, wie sich ihr Mund von selbst nach oben bog.

Ihr Lächeln war zurück!

Es war gar nicht verschwunden gewesen. Es hatte sich nur versteckt und gewartet, bis jemand es rief.

Seitdem weiß Ela: Wenn man mal kein Lächeln findet, kann man jemand anderem eine kleine Freude machen. Meistens kommt es dann von ganz allein zurück.