Wunderportal

Die kleine Astronautin Ela

Ela fliegt im Traum zum Mond und begegnet dort einem Wesen, mit dem sie sich auch ohne viele Worte versteht. (6-10 Jahre, 2 Min.)

Ela wollte schon immer Astronautin werden. In ihrem Zimmer hingen Sternkarten, und unter ihrem Bett lag ein Fernrohr, das sie von ihrer Oma bekommen hatte.

Eines Nachts, als die Sterne besonders hell funkelten, passierte etwas Merkwürdiges. Ela schlief ein und stand im nächsten Moment in einem silbernen Raumanzug vor einer Rakete! Die Tür ging auf, und eine freundliche Stimme sagte: „Drei, zwei, eins … Start!“

Es rumpelte, es brummte, und plötzlich schwebte Ela. Draußen vor dem Fenster wurde die Erde ganz klein, blau und rund wie eine Murmel.

Wenig später landete die Rakete sanft auf dem Mond. Ela kletterte hinaus. Der Staub glitzerte unter ihren Stiefeln, und mit jedem Schritt machte sie einen riesigen Hüpfer. Sie lachte laut.

Da bemerkte sie hinter einem Felsen etwas Kleines, das sich bewegte. Es war ein Wesen mit großen, runden Augen und grünlicher Haut. Es saß ganz allein da und sah traurig aus.

„Hallo“, sagte Ela vorsichtig. „Ich bin Ela. Wie heißt du?“

Das Wesen legte den Kopf schief und gab ein Geräusch von sich, das wie ein Glöckchen klang. „Zuzu“, schien es zu sagen. Es sprach kein Wort, das Ela verstand. Aber als es lächelte, klang sein Lachen genauso fröhlich wie das ihrer besten Freundin zu Hause.

Ela kramte in ihrer Tasche. Sie fand ihren kleinen Teddybären, den sie immer dabeihatte, und reichte ihn Zuzu. Der drückte ihn fest an sich und hüpfte vor Freude.

Gemeinsam sahen sie zu, wie die Erde langsam am Mondhorizont aufging.

Als Ela am Morgen aufwachte, lag ihr Teddy nicht mehr in ihrem Arm. Aber sie lächelte, denn sie wusste: Das Weltall ist riesig. Aber Freundschaft ist noch viel größer.