Pia bringt Post im Weltall
Pia bringt Briefe von Planet zu Planet. Einer davon enthält eine ganz besondere Nachricht. (6-10 Jahre, 2 Min.)
Die Pinguinpostbotin Pia arbeitete im Weltall. Sie flog mit ihrer kleinen Raketenpost von Planet zu Planet und brachte Briefe, Pakete und Postkarten. Auf ihrem Raumschiff stand in großen Buchstaben: „Kommt immer pünktlich an.“
Eines Tages hatte Pia einen besonders wichtigen Brief im Gepäck. Sie sollte ihn zu einem kleinen grünen Planeten am Rand der Milchstraße bringen. Dort wohnte ein kleiner Außerirdischer namens Blip.
Pia startete den Motor und flog los. Doch kaum war sie an den Ringen des Saturn vorbeigeflogen, begann es zu rumpeln. Ein Meteoritenschauer! Kleine und große Steine sausten an den Fenstern vorbei, und die Rakete wackelte hin und her.
Pia bekam Angst. Ihre Flossen zitterten. Aber sie hielt den Brief fest an ihre Brust gedrückt. „Ich bringe den Brief ans Ziel, egal was passiert“, murmelte sie.
Sie steuerte vorsichtig durch den Schauer, mal nach links, mal nach rechts. Schließlich lag der Steinregen hinter ihr.
Als sie auf dem grünen Planeten landete, wartete dort Blip. Der kleine Außerirdische saß auf einem Stein und weinte leise. „Ich vermisse meine Oma“, schniefte er. „Sie ist so weit weg.“
Pia holte den Brief aus ihrer Tasche und reichte ihn Blip. Er öffnete ihn mit zitternden Fingern. Im Umschlag lag ein kleines Blatt Papier mit einem Lied, das seine Oma für ihn aufgeschrieben hatte: „Schlaf, mein Sternchen, schlaf geschwind. Ich bin immer bei dir, mein Kind.“
Blip las das Lied, und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er umarmte Pia ganz fest.
Auf dem Rückflug dachte Pia nach. Sie brachte nicht nur Briefe, sondern auch Trost, Liebe und Mut. Das machte sie zur besten Postbotin der Galaxis.