Luna, die Meeresschützerin
Eine Plastiktüte bedroht das Korallenriff – Luna und ihre Freundin retten es mit Geduld. (5-9 Jahre, 2 Min.)
Tief unten im Meer, wo das Wasser blau und still ist, lebte ein Mädchen namens Luna. Sie war eine Meeresschützerin. Das bedeutet: Sie kümmerte sich darum, dass es allen Tieren im Riff gut ging.
Jeden Morgen schwamm Luna ihre Runde. Sie grüßte die Seesterne, zählte die bunten Fische und beobachtete die Seeigel zwischen den Steinen.
Eines Morgens aber war etwas anders. Zwischen den Korallen hing etwas Helles, Raschelndes. Eine Plastiktüte! Sie war mit der Strömung hereingetrieben und hatte sich an einer Koralle verfangen. Die kleinen Fische hatten Angst davor. Die Krebse hatten sich in ihren Höhlen versteckt, und sogar der mutige Kofferfisch schwamm einen großen Bogen darum.
„Keine Sorge“, sagte Luna. „Das schaffen wir.“
Sie holte ihre Freundin, die Oktopusdame Olli, die acht geschickte Arme hatte. Gemeinsam gingen sie ganz vorsichtig vor. Denn wenn man zu schnell zieht, kann die Koralle brechen, und Korallen wachsen nur ganz, ganz langsam.
Olli löste mit ihren Armen Zipfel für Zipfel. Luna hielt die Koralle sanft fest und sprach leise mit ihr: „Gleich hast du es geschafft.“
Dann war die Tüte frei. Luna und Olli schwammen mit ihr nach oben, bis zum Strand, und legten sie in einen Sammelbehälter.
Zurück im Riff kamen alle Tiere wieder aus ihren Verstecken. Die Fische tanzten, und die Krebse klopften mit ihren Scheren Beifall.
„Wir passen auf das Meer auf“, sagte Luna zu Olli. „Und das Meer passt auf uns auf.“
Und weißt du was? Auch du kannst dem Meer helfen. Zum Beispiel, indem du Müll nicht in die Natur wirfst.