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Ein Regentag wird zum Hauskonzert

An einem Regentag wird das ganze Haus zur Trommel – und die Langeweile verschwindet. (3-6 Jahre, 2 Min.)

Draußen regnete es. Und regnete. Und regnete. Die Kinder saßen am Fenster und seufzten. „Wir können gar nicht rausgehen“, sagte der kleine Jonas. „Es ist so langweilig.“

Da fiel ein Tropfen aufs Dach. Klopf.

Dann noch einer. Klopf, klopf.

Jonas horchte auf. „Hört mal“, sagte er. „Der Regen macht Musik!“

Alle lauschten. Klopf, klopf, klopf, klopf. Der Regen trommelte einen Rhythmus aufs Dach, mal langsam, mal schnell, mal leise, mal laut.

„Wir spielen mit!“, rief Mia. Sie holte einen Kochtopf aus der Küche und einen Holzlöffel. Bum, bum, bum! Jonas nahm eine Schüssel und schlug mit den Händen darauf. Die kleine Lotta fand zwei Deckel und klapperte sie aneinander. Ping, pang!

Der Regen hörte zu. Er wurde schneller, und die Kinder wurden schneller. Er wurde langsamer, und die Kinder wurden langsamer. Es war, als würden sie miteinander sprechen.

Die Mama kam aus der Küche und lachte. Der Papa holte seine Gitarre und zupfte dazu eine Melodie. Das ganze Haus verwandelte sich in ein kleines Konzert.

Der Regen freute sich so sehr, dass er für einen Moment aufhörte. Und dann, zum Dank, zog die Sonne einen Regenbogen über den Himmel, wie einen bunten Vorhang nach dem Konzert.

Seit diesem Tag fanden die Kinder Regentage nicht mehr langweilig. Denn sie wussten: Der Regen hat einen Rhythmus. Man muss nur zuhören.